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Ceren, 43

23.05.2021  |  Humans by Calumed

Ich wurde in eine Musikerfamilie hinein geboren, begann mit fünf Jahren Klavier zu spielen und hegte keinen Zweifel, auch ich würde Musikerin werden. Nach der Schule kam, wie erwartet, das Musikstudium. Aber mehr und mehr habe ich gespürt, dass etwas fehlte. Ich war immer ein sehr kritischer Mensch, der sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben konnte. Also machte ich mich auf die Suche. Am Klavier war ich Solistin, ich wollte mehr Kontakt und Begegnung mit Menschen und suchte die Vielfalt des Lebens. Hinter den Vorhang der Dinge zu schauen und Verstehen zu lernen, war eine innere Sehnsucht. Reisen in viele Länder, das Eintauchen in andere Kulturen war aus diesem Grund für mich von essentieller Bedeutung. Besonders berührt und geprägt haben mich meine Reisen nach Indien, nach Montana zu den Native Americans und nach Jerusalem.

Heute bin ich Heilpraktikerin in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt der Cranialen Osteopathie und bin damit in gewisser Weise zu meinen Wurzeln zurückgekehrt. Die Musik ist eine Welt der Schwingungen und auch in der Osteopathie geht es um feinste Schwingungen und darum, Menschen wieder in Einklang mit sich und somit zum Klingen zu bringen.
Was mich auf meinem Weg getragen hat, waren zum einen Menschen, die mich inspirierten, Lehrer, die mir im richtigen Moment keine Antwort gaben. Zum anderen tiefe Freundschaften, meine Begeisterung und mein kindlicher Glaube an Wunder.

Ein Mensch wird menschlich durch sein Mitgefühl. Ein Mensch ist einer, der mit dem Leben mitschwingt, sich im Herzen davon berühren lässt und danach lebt.
Ich habe auf meinem Weg viel erfahren und erleben dürfen und kann nicht aufhören, immer weiter den Klängen des Lebens nach zu lauschen.

Mensch werden. Mensch bleiben.