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Detlef, 72

11.07.2021  |  Humans by Calumed

Mit sechzehn absolvierte ich die Mittlere Reife. Aber die Schule und ich, wir passten nicht so recht zusammen. Ich wäre gerne Förster oder Pastor geworden, aber dafür brauchte man Abitur. Damals kein ernsthafter Gedanke also. Ich hörte von einer freien Stelle als Justizbeamter in der Verwaltung, bewarb mich, bekam sie.

Als ich dann Justizbeamter z. A. war, blühte mir eine Versetzung. Ich wollte aber weder meine damalige Freundin aufgeben und genauso wenig meine Band und meine Musik. Ich kündigte. Ich hatte dann verschiedene Verwaltungsjobs. Aber ich wollte und brauchte etwas Anderes. Ich hatte immer ein Händchen für Kinder und Jugendliche und ihre Lebenswelten gehabt. So wurde ich mit siebenundzwanzig Jahren Erzieher, machte mein Abi nach, studierte und wurde Sozialpädagoge. Und das habe ich dann fast 40 Jahre lang mit viel Freude ausgeübt.

Die einzige Konstante in meinem Leben ist die Musik (‚music is my first love'). Das Singen und die Gitarre haben mich immer begleitet und getragen, durch alle ‚Ups and Downs'. Daneben war mir meine Familie immer wichtig. Sie und einige langjährige gute Freunde und Wegbegleiter hielten mich immer auf Kurs.

Worauf ich als Erzieher hinwirken wollte? Ich wollte immer alle dazu ermutigen, sie selbst zu sein, in sich und ihre Fähigkeiten zu vertrauen, sie zum Leben ermutigen. Ich finde, ein Mensch sollte beherzt leben und lieben.

Mensch werden. Mensch bleiben.