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Katja

18.07.2021  |  Humans by Calumed

Es gab nie etwas, das oder die ich wirklich lieber werden wollte... als ich selbst. Und von mir selbst war ich die längste Zeit meines jungen Erwachsenenalters weit entfernt. Ich selbst zu werden hat mehr meiner Zeit und Ressourcen in Anspruch genommen als es gebraucht hätte „etwas Richtiges zu werden".
Als Kleinkind hielt ich meine Eltern auf Trab, indem ich mit meinem Fingerchen auf alles zeigte und ohne Unterlass fragte: „Und das? Und das? Und das?". Etwas größer geworden verbrachte ich die Zeit am liebsten in der Natur, machte für Schnecken Kräutersalat oder verband Bäume, wenn beim Klettern ein Ast abgebrochen war. Ronja Räubertochter, Momo und Die unendliche Geschichte fand ich super und ich trug und trage viel von den drei Kinderhelden in mir. Furchtlos und fröhlich, gerne auch ein bisschen schmutzig und nicht gerne angepasst, hinter die Dinge schauend und dem Ruf des Lebens folgend...

Wurde der Weg unterwegs düster, fand ich glücklicherweise immer Menschen, die mit ihrem Licht den Horizont erleuchteten. Oder sie fanden mich.

Heute lebe ich - nach wie vor staunend - doch in einer tiefen Gewissheit und Dankbarkeit. Die Worte eines guten Freundes ‚Man muss ankommen, um loszugehen!' erlebe ich genau so. Ohne dass sich gravierend von außen sichtbar etwas verändert hätte, fühle ich mich inzwischen verwurzelt und frei zu tun, was getan werden will. Zum Beispiel widme ich mich seit mehreren Jahren intensiv zusammen mit vielen anderen der Verbreitung der Gemeinwohl-Ökonomie, einem ethischen Wirtschaftsmodell zum Wohle aller Beteiligten... dazu gehört nicht zuletzt auch dieser wunderschöne Planet.
Ich bin und bleibe maximal begeistert von der Vielfalt, die die Welt hervorbringt und fasziniert von den Möglichkeiten, die nur darauf warten, genutzt zu werden. Heute weiß ich, es gibt ein unaufgeregtes Glück.

Ein Mensch? ...ist für mich jemand, der die Schöpfung liebt und das auf seine ganz eigene Weise kreativ zum Ausdruck bringt.

Mensch werden. Mensch bleiben.