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Donald

24.10.2021  |  Humans by Calumed

Als kleiner Junge wollte ich Koch werden. Die Küche mit ihrer Liebe zum Essen und ihrer Schönheit in der Zubereitung faszinierte mich.
In meiner Familie war Berührung und Kontakt immer schon ein wichtiger Moment im Miteinander. Da sich dadurch mein „Händchen" für Massage entwickelte, rückte das Kochen als Beruf immer mehr in den Hintergrund. „Merke Dir, was Dir gut tut" sagten meine Eltern „denn, es wird auch anderen gut tun". Das führte so weit, dass es Zeiten in meiner Schulzeit gab, in denen ich Freunden und Mitschülern in den Pausen und Schulandfahrten Massagen gab.
So kam der Gedanke auf: Ich werde Masseur! Dann etwas später: Doch lieber Physiotherapeut! Doch in verschiedenen Praktika in Krankenhäusern merkte ich, dass gefällt mir so aber gar nicht. Es war alles reduziert auf eine Art „Fließbandarbeit", geradeso das Nötigste wurde den Menschen gegeben. „Das kann es nicht sein!" dachte ich mir.
Nun ja... dann eines Tages stieß ich auf eine Berliner Heilpraktikerschule. Ich wusste gar nicht was das ist, aber „heilen" – o.k., das hörte sich gut an. Schon beim ersten Vortrag am Tag der offenen Tür wusste ich: „Hier bin ich zu Hause. Hier sind Menschen, die sind lebendig. Hier möchte ich lernen, nach so einer Art von Heilkunst habe ich gesucht!".
An dieser Schule lernte ich sechs Jahre Homöopathie, Familienaufstellung und schamanische Heilweisen. Etwas später stellte mich die Schule als Dozent ein, und ich reiste, angeregt durch einen guten Wegbegleiter, regelmäßig zu den Native Americans, um weitere Möglichkeiten zu finden Menschen im tiefsten Sinne zu helfen und zu begleiten. Was ich hier bekam, überstieg meine Vorstellungskraft und doch war es genau das, was wir alle sind.

Nun darf ich seit über 12 Jahren Heilpraktiker im Vollerwerb mit Praxissitz in Berlin sein und ich bin jeden Tag dankbar dafür!

Die Essenz des Lebens ist für mich zu geben und das tiefe Erwachen von unserem Selbst zu erfahren. Wenn durch meine Tätigkeit andere Menschen zu sich finden, bei sich ankommen und sich das erfüllt, wofür sie brennen, dann ist mein Sinn ebenso erfüllt. Ein Mensch ist ein Mensch, wenn er weint, wenn er lacht. Und wenn er immer wieder nach den Sternen greift.

Mensch werden. Mensch bleiben.